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Virgin Racing stellt VR-01 vor Drucken E-Mail
Freitag, 5. Februar 2010

Hoffentlich funktioniert die Fahrzeugtechnik bei Virgin Racing besser als die Computertechnik. Als das neue Formel-1-Team aus Großbritannien den neuen Boliden am Mittwoch um elf Uhr mitteleuropäischer Zeit im Internet vorstellen wollte, tat sich lange Zeit erst einmal gar nichts. Das Team hatte Probleme beim Hochladen der Interviews, Texte und Fotos. Erst mit erheblicher Verzögerung bekam man den VR-01 tatsächlich zu sehen.

Das Team nahm die kleine Panne mit Humor, entsprechend der Grundausrichtung des Rennstalls um Virgin-Boss Richard Branson: Es soll rocken. Timo Glock nutzte die Leerlaufphase am Mittwoch und schickte seinen Fans via Facebook erste Handyfotos vom neuen Auto. Sie zeigten den deutschen Piloten bei der intensiven Kontaktaufnahme mit seinem zukünftigen Formel-1-Gefährt. Heute soll die Beziehung zwischen Fahrzeug und Pilot deutlich intensiviert werden.

In Silverstone steht der Shakedown mit dem VR-01 an. Bei Virgin hofft man, dass die Technik des Entwurfs von Designer Nick Wirth besser funktioniert als die Internetvorstellung am Vortag. Glock wird auf der Kurzanbindung der britischen Strecke fahren, denn Teile von Silverstone sind wegen Bauarbeiten derzeit gesperrt. Auf dem Programm stehen ausführliche Systemchecks mit dem neuen Wagen. Um Rekordrunden geht es bei diesen Fahrten nicht.

"Ich kann es kaum erwarten, den Wagen nun erstmals auf der Strecke zu sehen", hatte Wirth am Mittwoch erklärt. Der 43-jährige Brite gilt bislang als Exot unter den Konstrukteuren, kommt er angesichts kompromissloser Nutzung von CFD doch ohne Windkanalarbeit aus. "Wir freuen uns, dass wir alle Sicherheitsbestimmungen der FIA erfüllen und die Crashtests alle bestanden haben", so Wirth, dessen Bolide den Crashtest im Heckbereich erst wenige Stunden vor dem Shakedown absolvieren konnte.

"Alles konzentriert sich nun auf den Shakedown, bevor wir in der kommenden Woche in Jerez in ein dreiwöchiges Testprogramm starten", sagt der Technikchef, der in den vergangenen Jahren mit seinem speziellen Designansatz viel Erfolg hatte. Der von ihm entworfene Sportwagen von Honda-Tochter Acura fuhr in der American Le-Mans-Series (ALMS) alles in Grund und Boden.

 

 
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