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Hoffentlich funktioniert die Fahrzeugtechnik bei Virgin Racing besser
als die Computertechnik. Als das neue Formel-1-Team aus Großbritannien
den neuen Boliden am Mittwoch um elf Uhr mitteleuropäischer Zeit im
Internet vorstellen wollte, tat sich lange Zeit erst einmal gar nichts.
Das Team hatte Probleme beim Hochladen der Interviews, Texte und Fotos.
Erst mit erheblicher Verzögerung bekam man den VR-01 tatsächlich zu
sehen.
Das Team nahm die kleine Panne mit Humor, entsprechend der
Grundausrichtung des Rennstalls um Virgin-Boss Richard Branson: Es soll
rocken. Timo Glock nutzte die Leerlaufphase am Mittwoch und schickte
seinen Fans via Facebook erste Handyfotos vom neuen Auto. Sie zeigten
den deutschen Piloten bei der intensiven Kontaktaufnahme mit seinem
zukünftigen Formel-1-Gefährt. Heute soll die Beziehung zwischen
Fahrzeug und Pilot deutlich intensiviert werden.
In Silverstone steht der Shakedown mit dem VR-01 an. Bei Virgin hofft
man, dass die Technik des Entwurfs von Designer Nick Wirth besser
funktioniert als die Internetvorstellung am Vortag. Glock wird auf der
Kurzanbindung der britischen Strecke fahren, denn Teile von Silverstone
sind wegen Bauarbeiten derzeit gesperrt. Auf dem Programm stehen
ausführliche Systemchecks mit dem neuen Wagen. Um Rekordrunden geht es
bei diesen Fahrten nicht.
"Ich kann es kaum erwarten, den Wagen nun erstmals auf der Strecke
zu sehen", hatte Wirth am Mittwoch erklärt. Der 43-jährige Brite gilt
bislang als Exot unter den Konstrukteuren, kommt er angesichts
kompromissloser Nutzung von CFD doch ohne Windkanalarbeit aus. "Wir
freuen uns, dass wir alle Sicherheitsbestimmungen der FIA erfüllen und
die Crashtests alle bestanden haben", so Wirth, dessen Bolide den
Crashtest im Heckbereich erst wenige Stunden vor dem Shakedown
absolvieren konnte.
"Alles konzentriert sich nun auf den
Shakedown, bevor wir in der kommenden Woche in Jerez in ein
dreiwöchiges Testprogramm starten", sagt der Technikchef, der in den
vergangenen Jahren mit seinem speziellen Designansatz viel Erfolg
hatte. Der von ihm entworfene Sportwagen von Honda-Tochter Acura fuhr
in der American Le-Mans-Series (ALMS) alles in Grund und Boden.
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